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Umrahmung

Eine Umrahmung ist ein gestalterisches Element, das ein Motiv, eine Figur oder ein Bild einfasst und dadurch hervorhebt. In der erzgebirgischen Volkskunst wird sie häufig eingesetzt, um Fensterbilder, Schwibbögen oder Reliefs optisch zu rahmen und ihre Wirkung zu verstärken.

Der Begriff „Umrahmung“ beschreibt nicht nur eine dekorative, sondern auch eine strukturierende Funktion. Sie grenzt ein Werk ab, verleiht ihm einen klaren Rahmen und schafft einen harmonischen Gesamteindruck. Im Handwerk wird dafür meist Holz verwendet, das geschnitzt, gefräst oder bemalt sein kann.

Im Erzgebirge findet man Umrahmungen besonders bei leuchtenden Fensterbildern oder Motivplatten. Sie können schlicht gehalten sein oder detailreich gestaltet, mit Ornamenten, Sternen oder floralen Mustern. Dadurch wird das zentrale Motiv nicht nur geschützt, sondern auch künstlerisch in Szene gesetzt.

Eine Umrahmung erfüllt somit sowohl einen praktischen als auch einen ästhetischen Zweck. Sie unterstreicht die handwerkliche Qualität, gibt Halt und schafft einen Rahmen, der Tradition und Gestaltung vereint.

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